Seebergen 1871-1875 ist fertig

Einen weitereren Schritt zur Vervollständigung der Familien in Seebergen konnte ich nun abschließen. Nach dem Trauregister 1822-1875 und dem Taufregister 1871-1875 ist nun auch das Begräbnisregister 1859-1875 durchgearbeitet. Damit ist die grundlegende Arbeit an den Kirchenbüchern theoretisch abgeschlossen. Bis auf kleinere Lücken stehen nun die Daten der Familien in Seebergen seit Ende des Dreißigjährigen Krieges bis zur Einführung der staatlichen Personenstandsregister zur Verfügung. Die Daten werde ich im weiteren Verlauf noch durch eventuell fehlende oder unklare Taufpateneinträge ergänzen.

In den Jahren 1871 – 1875 wurden in Seebergen 34 Trauungen, 142 Taufen und 119 Begräbnisse verzeichnet.

Auffallend ist in diesem Zeitraum eine relativ hohe Säuglingssterblichkeit und generell ein Trend zu Großfamilien mit sechs oder mehr Kindern. Vergleichsweise viele Kinder starben allerdings bereits bei oder kurz nach der Geburt. Vermehrt finden sich unter den Taufpaten auch Auswärtige, was eine genaue Zuordnung etwas schwieriger, aber spannender macht.

Einige Familien sind aufgrund der Thüringer Eisenbahn zugezogen und finden dort eine Beschäftigung als Bahnwärter. Auch hierdurch ergibt sich ein deutliches Bevölkerungswachstum. Familiennamen, die man heute in größerer Zahl in Seebergen antrifft kommen nun erst hinzu. Allerdings sind auch einige Familien in Nachbargemeinden oder in die umliegenden Städte verzogen, so dass manch alteingesessener Familienname nun nicht mehr auftaucht.

Ab dem Jahr 1876 wurden im Deutschen Reich flächendeckend Personenstandsregister eingeführt. Seit dem sind diese für die Familiengeschichtsforschung vorrangig zu benutzen. Die darin enthaltenen Daten zu Geburt, Trauung und Tod sind vor allem konfessionsunabhängig. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts ist mit großer Wahrscheinlichkeit die Bevölkerung konfessionell gebunden und der evangelischen Gemeinde zugehörig. Spätestens in den Gründerjahren finden jedoch immer mehr Migrationen z.B. aus Schlesien statt. Die dortige Bevölkerung war mehrheitlich katholisch. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wird der Anteil der konfessionslosen Bevölkerung durch Kirchenaustritte immer größer.

Die Arbeit werde ich nun mit dem Trauregister 1876-1927, dem Taufregister 1876-1899 und dem Begräbnisregister 1876-1916 fortsetzen.

Ein Kommentar

  1. Hallo Tino
    Ich habe mir mal deine Genealogieseite angeschaut.
    Ich bin erstaunt über diese Arbeit.
    Sehr gut aufgebaut und auch gut bearbeitet.
    Ich habe gesehen das du auch viele Namen meiner Familie in der
    Datenbank hast. Wen du erlaubst werde ich mich mal näher damit befassen
    und deine Erlaubnis vorausgesetzt auch ein paar Daten entnehmen.

    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche
    Gruß Horst Kühr

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